Inhaltsangabe – was beachten?

März 19, 2010 | Kommentare deaktiviert

Was soll eine Inhaltsangabe leisten?

Eine Inhaltsangabe soll einen möglichst kurzen, aber zugleich genauen Überblick über die Handlung eines Textes oder Films geben. Der Verfasser der Inhaltsangabe muss daher genau überlegen, welche Elemente des Inhalts wesentlich für die Handlung sind und welche eher nebensächlich. Während in Schulaufsätzen immer der komplette Inhalt wiedergegeben wird, lassen Inhaltsangaben in den Medien meist das Ende bzw. die Auflösung offen, um den Leser bzw. Zuschauer neugierig zu machen und ihm nicht den Spaß zu verderben.

Was sind die formalen Anforderungen an eine Inhaltsangabe?

Eine Inhaltsangabe wird im Präsens verfasst und steht immer in der 3. Person, auch wenn es sich um eine Erzählung aus der Ich-Perspektive handelt. Der Schreibstil sollte möglichst sachlich und allgemein verständlich sein, wobei aber auch der Zielgruppe entsprechendes Fachvokabular verwendet werden darf. Da die Kürze der Inhaltsangabe die Beschränkung auf die wesentlichen Handlungselemente verlangt, sollte eine Wiedergabe von Dialogen vermieden werden. Sollten einzelne Dialogelemente für das Verständnis des Inhalts zwingend erforderlich sein, dürfen diese nur in indirekter Rede vorkommen.

Wie sollte eine Inhaltsangabe aufgebaut sein?

Grundsätzlich empfiehlt sich eine Dreiteilung des Inhalts in Einleitung, Hauptteil und Schluss. In die Einleitung gehören die wichtigsten Daten des Textes bzw. Films: Titel, Autor bzw. Regisseur, Entstehungsjahr, Art des Textes bzw. Genre des Films sowie ein oder zwei Sätze, die einen groben Ausblick auf die Handlung geben. Der Mittelteil enthält schließlich die eigentliche Inhaltsangabe mit der Vorstellung der wichtigsten Figuren, deren Zielen und einer chronologischen Zusammenfassung der Handlung. Im Schlussteil kann dann auf Besonderheiten, z.B. der Sprache oder im Erzählstil, hingewiesen und eventuell auch eine „Moral von der Geschichte“ aufgezeigt werden. Wenn es gewünscht wird, kann der Schluss auch eine persönliche Wertung bzw. Deutung enthalten. Da es sich bei der Inhaltsangabe aber nicht um eine Kritik handelt, sollte die persönliche Meinung recht knapp abgehandelt werden.


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